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Teil 13: Zahnhartsubstanz

Die Zahnhartsubstanz

Die Zähne bestehen aus einer strukturell hochorganisierten Form des Calciumphos-phat. Diese Form nennt man Hydroxylapatit. Die Härte ist sehr unterschiedlich. Allgemein gilt: Die äußere Schicht der Zahnkrone (Zahnschmelz) ist härter als die innere Schicht (Dentin oder Zahnbein). Das macht durchaus Sinn, denn die Widerstandsfähigkeit des Zahnes ist gebunden an Härte und Elastizität. Außen enorm hart und im Inneren elastisch um Kaukräften von bis zu 100 kp/qcm standzuhalten.

Die Härte der Zähne ist individuell durchaus verschieden, außerdem schwankt sie im Laufe eines Zahnlebens. Viele Menschen sagen von sich, dass sie Pech mit ihren Zähnen haben, da diese nicht hart genug sind. Deshalb wird für sie ein regelmäßiger Zahnarztbesuch immer auch ein bohrend Erlebnis.
Auf die individuellen Unterschiede der Härte soll an dieser Stelle nicht eingegangen werden, denn auf individuelle Probleme geht der Zahnarzt individuell ein.

Betrachtet man aber die Härte der Zahnsubstanz im Laufe eines Zahnlebens, kann man sagen, dass diese nach dem Zahndurchbruch im Kindesalter weicher sind als nach dem Gebrauch einige Jahre später. In der Wachstumsphase der Zähne , zwischen dem sechsten und 12 Lebensjahr, haben Süßigkeiten deshalb so eine besonders unangenehme Folge (Karies), weil sie deutlich positiver als das Zähneputzen belegt sind. Das Kariesrisiko zu dieser Zeit deutlich höher als in späteren Jahren.

Zähne unterliegen ständig Säurestresssituationen, während und nach dem Essen, und vor allem an den Stellen, an denen sich die weichen Zahnbeläge bilden.
Es ist einleuchtend, dass weiche Zahnsubstanz an nicht so gut mineralisierten Zähnen in größerem Umfang und schneller demineralisiert wird, als härtere, weil besser mineralisierte Zähne.

Der Grad des Widerstandes der Zähne gegen Säuren ist auch abhängig vom Anteil der Fluoride in den Oberflächen. Der Fluorideinbau erfolgt insbesondere während der Bildungsphase der Zähne und kann dabei durch Gabe fluoridhaltiger Ergänzungsstoffe (Fluoretten, Zymafluor) und fluoridhaltiges Speisesalz und Milch unterstützt werden.
Nach dem Wachstum der Zähne geschieht der Einbau in der Oberfläche durch aus Zahnputzmitteln freigesetzte Fluoride. Chemisch wird aus dem säurelöslichen Hydroxylapatit durch Austausch einer Hydroxylgruppe gegen Fluorid das gegen Säuren deutlich widerstandsfähigere Fluorapatit.

Da die Wechselwirkungen an den Oberflächen ständig ablaufen, werden die Zähne durch den Fluorideinbau täglich ein bisschen härter. Dabei ist es egal, ob die Zähne anfänglich »weicher« waren, als beim Bruder, Freund, Nachbarn oder Kollegen...
Haben Zähne die kariesrisikoreiche Kinder- und Jugendzeit erst einmal ohne Zerstörung überstanden, dann stehen die Chancen nicht schlecht, dass sie kariesfrei alt werden können.
Das Fluorid spielt also eine zentrale Rolle bei der Ausprägung der Härte der Zahnoberflächen und somit deren Widerstandsfähigkeit gegenüber Karies. Fluoridhaltige Lebensmittel sind wichtig, aber noch wichtiger ist die tägliche Dosis bei der Zahnpflege mit Zahnputzmitteln.
Die meisten handlesüblichen Zahncremes und Zahnpulver enthalten Fluoride. Es sei denn, sie verzichten aus therapeutischen oder ideologischen Gründen darauf.
Eine Reihe von Menschen müssen bestimmte Wirkstoffe, wie Fluoride, zeitweilig oder ständig vermeiden. Dabei nehmen sie aber ein höheres Kariesrisiko in Kauf.

Die optimale Dosierung der Fluoride in Zahnputzmitteln beträgt 1450ppm.
Parts per million ist eine Konzentrationsangabe. Das heißt, die tatsächlich zugeführte Menge ist von der Menge Zahnpaste auf der Zahnbürste und von der Putzhäufigkeit abhängig. Von Amts wegen wird davon ausgegangen, dass je Putzvorgang 1 Gramm Zahncreme verwendet wird.

Bei Einsatz von DENTTABS®-Zahnputztabletten ist die Dosierung immer gleich! Unabhängig von der grösse oder Form der Zahnbürste. Sie entspricht der Menge, die auch in einem Gramm Zahncreme mit 1450ppm rechnerisch zur Verfügung stünde.

Dr. Hendrik Eifler

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