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Teil 3: Veneers, Bleaching und Zahnweißpasten

Veneers, Bleaching und Raucherzahnpasten liegen im Moment im Trend und werden jetzt gerade sehr stark in den Medien beworben. Dadurch kommt es zu einer starken Sensibilisierung der Verbraucher für ein schönes Gebiss.

Viele Patienten sind mit ihren Zähnen unzufrieden, was nicht daran liegt, dass der allgemeine Gesundheitszustand von Zähnen und Zahnhalteapparat schlechter werden. Vielmehr beobachten wir Zahnärzte, dass die Wünsche hin zu generell geraden, möglichst leuchtend weißen Zähnen tendieren. Noch vor einigen Jahren war dies ausschließlich durch kieferorthopädische Therapien oder durch Überkronung der beanstandeten Zähne möglich.

Veneers: Durch die Entwicklung neuer Dentalkeramiken, die in ihren Eigenschaften der Zahnhartsubstanz sehr ähnlich sind, ergeben sich neue Therapieformen. Es ist möglich, die sichtbaren Anteile hauptsächlich der Frontzähne mit dünnen Keramikschalen, den sogenannten Veneers, zu bekleben. In Fällen, bei denen aufgrund unschöner Verfärbungen oder mehrfach erfolgter Füllungstherapie ein Zahn sein natürliches Aussehen verloren hat und mit einer erneuten Füllungstherapie nicht farbgetreu angepasst werden kann, ermöglicht diese Form der Therapie Abhilfe.

Der größte Vorteil dabei ist der schonende Umgang mit der eigenen Zahnhartsubstanz. Die Präparation, das Abtragen mittels Bohrern, beschränkt sich auf ein Minimum. Die Veneers sind wenige Zehntel Millimeter dünn und werden mit einer speziellen Klebetechnik an den Zähnen befestigt. Nach dem Befestigen sind die Zähne in der gewohnten Art und Weise belastbar. Abbeißen und Kauen sind problemlos möglich. Die auf diese Weise therapierten Zähne sind nicht schonungsbedürftiger oder bruchanfälliger als die eigenen unbehandelten Zähne.

Preis: zwischen 500,- und 700,- €

Bleaching: Etwas anders ist die Situation bei der Aufhellung der Farbe der natürlichen Hartsubstanz. Bei dieser Form der Behandlung wird die Zahnoberfläche chemisch gebleicht. Dabei handelt es sich eigentlich um Zahnkosmetik. Bleaching ist nicht zur Zahnheilkunde im engeren Sinn zu zählen. Es gibt inzwischen im deutschsprachigen Raum eine ganze Reihe verschiedener Bleachingmethoden. Gemeinsam haben alle, dass mittels Wasserstoff- bzw. Carbamidperoxid die Pigmente der äußersten Hartsubstanzschicht aufgehellt werden.

Die im Handel erhältlichen, zur Selbstbehandlung geeigneten Methoden haben eine geringere Konzentration an oxidierenden Chemikalien. Dieses »Home-Bleaching« ist jedoch nicht so effektiv, wie das in den Praxen vom Zahnarzt durchgeführte »In-Office-Bleaching«. Das liegt nur zum Teil im höher dosierten Anteil biochemisch aktiver Substanzen. Aufgehellt werden nur saubere Flächen der natürlichen Zahnhartsubstanz. Alle zahnfarbenen Restaurationen der Zähne: Keramik- oder Kunststoff-Füllungen, Dentalkeramiken der Teilkronen, Kronen und Brücken werden nicht gebleicht. Auch abgedeckte Zahnoberflächen durch Brekkets (festsitzende, kieferorthopädische Klammern), Steinchen oder Dassler (Goldbildchen auf Zähnen) werden nicht gebleicht. Dasselbe trifft auch zu für die von harten Belägen und festhaftenden Verfärbungen bedeckten Oberflächen.
Vor einem Bleaching, egal ob zu Hause oder in der Praxis, muss für den erhofften Erfolg eine gründliche Befunderhebung und eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden. Zeitweilige Nebenwirkungen sind aufgrund der Reaktionsfreudigkeit der Peroxide nicht auszuschließen, wobei diese sich in der Regel auf die Mundhöhle begrenzen.

Generell gilt für alle effektiven Bleachingmethoden der Leitsatz: Bleaching gehört in die Hand des Zahnarztes, da nur er eine sachgemäße Diagnose stellen kann, für eine individuelle und professionelle Durchführung sorgen und die Aufhellungsmaßnahmen steuern kann. Die Entscheidung für eine Methode sollte gemeinsam mit dem Zahnarzt getroffen werden.

Preis: zwischen 200,- und 400,- € pro Kiefer, je nach Methode

Raucherzahnpasten: Die häufigste Form der Beseitigung hartnäckiger Verfärbungen, meist Raucherbeläge genannt, ist die Nutzung von grob abrasiven Zahnpasten. Diese Zahnweißpasten haben einen hohen Anteil sehr grober Putzkörper, durch die die »festsitzenden« Beläge mit Verfärbungen überall dort sehr effektiv entfernt werden, wo die Zahnbürste hinkommt. Aufgrund der groben Abrasie ist der Dauergebrauch jedoch für das Zahnfleisch und auch die Zahnhartsubstanz problematisch. Da ausgesprochen harte, grobe und unregelmäßig geformte Silikate und Calciumcarbonate verwendet werden, wird beim Putzen die Oberfläche zerkratzt. Dieser Abrieb kann bei langem Gebrauch sichtbare Größenordnungen annehmen. Auffällig werden diese vor allem an den Zahnhälsen als keilförmige Defekte, die oftmals ausgesprochen empfindlich auf Kälte-, Hitze- und Süß-/Sauerreize reagieren.

DENTTABS® Zahnputz-Tabletten haben in Ihrer Reinigungswirkung die gleiche Effektivität ohne diese »aggressiven« Putzkörper. Die Nutzung dieser Zahnweißpasten ist also nicht mehr notwendig.

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